Segelreviere in Türkei


Yachtcharter Türkei: Städte-Tipp
Kas: Urig und typisch orientalisch
Kas ist ein uriges Städtchen, touristisch zwar, aber doch noch mit typischen orientalischen Ecken und Kanten. Ein Rakiabend mit türkischen Auberginen-Vorspeisen in einem der zahlreichen Restaurants ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für eine schöne Erinnerung doch zu empfehlen.
Wer es "türkischer" will, schlendert direkt an der Küste aus dem Ort hinaus, folgt dem langsam steigenden Weg und findet direkt oberhalb der umbrandeten Küstenfelsen einige kleine Lokantas, in denen frische Gözleme zubereitet wird. Gözleme ist ein mit Käse und Petersilie gefülltes, aus dünnem, zusammengeklappten Fladenteig gebackenes köstliches Etwas. Dazu trinkt man Ayran (Yoghurtmilch) oder Tee. Bier und andere Alkoholikas werden in Gözleme-Restaurants nicht ausgeschenkt.
Kas ist Port of Entry. Im Hafen gibt es Wasser und Elektrik auf der Ost-Pier. Ein Obmann der Gemeinde kassiert die Liegegebühren. Die Behörden zum Ein- oder Ausklarieren liegen etwas verstreut, doch nicht allzu weit voneinander entfernt. (Um das Hafenamt zu finden, frage man bei der „Garanti Bankasi“ nach „Liman Baskanligi“). Der Ort hat sich im Laufe der Jahre verändert und ist noch lebendiger geworden. Leider wurde die Restaurant-Gasse (auch Fressgasse genannt), wo eine Lokanta neben der anderen war und man überall in die Töpfe gucken konnte, für aufgedonnerte Goldläden geopfert, die ihre überall gleichen Schmuckstücke anbieten. Schade.
Wer Party machen will, ist hier ebenfalls richtig: Direkt neben dem Anleger für Yachten gibt es Diskotheken, wo man bis in die frühen Morgenstunden feiern kann. Wer es ruhiger mag, sollte Kas tagsüber besuchen (Einlaufen nach 10 Uhr, wenn die Gulets weg sind, Auslaufen vor 17 Uhr, bevor sie zurück kommen!) und sein Boot für die Nacht in die nur eine Meile südlich gelegene Bayindir Bucht bringen. Im südlichen Teil hinter dem Haus auf der Klippe ist es am ruhigsten und sehr idyllisch.

Die Bucht der zukünftigen Kas Marina, Bucak Denizi, ist bereits als Liegeplatz geeignet, vor allem dann, wenn der Haupthafen voll belegt ist. Bei Meltemi steht allerings der Schwell voll in die Bucht. Auch die große Wassertiefe erschwert das Ankern. Die Bauarbeiten lassen noch nicht erkennen, wie die neue Marina geschützt werden soll. Man kann längseits anlegen; es gibt jedoch keinerlei Service. Dienstags ist in der Nähe der öden Betonkais Bauernmarkt. In die Stadt sind es nur 10 Minuten zu Fuß.
Vorsicht beim Kreuen zwischen Kas und Kalkan: Etwa 2,3 sm ostsüdöstlich der kleinen Insel Heybeli liegt eine gefährliche Untiefe 2,4 m unter Wasser, die je nach Sonnenstand und Seegang (Meltemi faucht hier mit bis zu 8 Beaufort!) nicht oder nur sehr schwer auszumachen ist. Die Tonne auf der Untiefe ist manchmal abgetrieben! Man steuert am besten auf Breite der kleinen Insel Öksüz mit östlichem Kurs auf die Insel Gürmenli zu, um von der Gefahrenstelle frei zu halten. Oder dicht unter der Küste auf die Halbinsel Çukurbag westlich von Kas zu, bzw. umgekehrt.
Udo Hinnerkopf / insidersegeln
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Meinungen zu Türkei

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In den Restaurant-Buchten wird fast überall beim Anlegen geholfen oder auch beim Festmachen an den Bojen.
Als Wetter-App hat sich Windguru bewährt. PredictWind und Windy haben uns mehrmals völlig falsche Werte geliefert.
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